Der Havaneser ist ein aufgeschlossener und freundlicher Familien- und Begleithund. Er ist sehr gelehrig und mit seinem offenen Wesen und seinem unwiderstehlichen Charme, erobert er jedes Herz im Sturm. Havaneser sind sehr aufgeweckt, liebevoll und zaubern dem Menschen mit ihrer Fröhlichkeit immer ein Lächeln auf die Lippen.
Sie haben ein Gewicht von ca. 3,5 bis 9 kg, die Widerristhöhe beträgt zwischen 21 bis 29 cm.
Die Rasse der Havaneser (Bichon Havanais) gehört hierzulande noch zu den eher seltenen und relativ neuen Hunderassen. Dabei handelt es sich tatsächlich um eine schon recht alte Züchtung, deren Wurzeln bis in die Zeit der Renaissance zurückverfolgt werden kann.

Der genaue Ursprung des Havanesers ist heute nicht mehr eindeutig feststellbar. Als sicher gilt aber, dass er auf Kuba erstmals in der noch heute bekannten Erscheinungsform gezüchtet wurde. Seine Urahnen stammen aus der Mittelmeerregion und zählen zu der Familie der Bichon-Rassen, wie auch der Bichon Maltiase (Malteser), der Bichon Bolognese (Bologneser), der Bichon Teneriffe (Bichon Frise), und das Löwchen.

Die Bezeichnung „Bichon“ kommt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie „Schoßhündchen“ oder „flauschiger Hund“.
Die häufigst anzutreffende Theorie besagt, dass im Zuge der spanischen Kolonialisierung Kubas im 16. Jahrhundert die Siedler aus Spanien ihre Hunde mit den Schiffen in die neue Welt brachten. Ganz gleich wie der heutige Havaneser nach Kuba gekommen ist, bereits im 16. Jahrhundert wird er als „Havanna Silk Dog“ (Havanna’s Seidenhündchen) erstmals erwähnt.

Wegen der klimatischen Gegebenheiten entwickelte sich im kolonialisierten Kuba eine florierende Wirtschaft. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Politik durch die Macht der „Zucker-Barone“ bestimmt, was dazu führte, dass Kuba im 18. Jahrhundert als kulturelles Zentrum der neuen Welt galt. Für viele Mitglieder des europäischen Adels wurde Havanna, die Hauptstadt von Kuba, mit seinen Opern, Theatern und Palästen zum neuen Urlaubsziel. Auf ihren Heimreisen brachten sie häufiger einen dieser kleinen Hunde aus Havanna mit nach Europa. Dort verbreiteten sie sich schnell in den Höfen von Spanien, Frankreich und England und bekamen aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Größe viel Bewunderung.