Als mein Mann und ich noch zu zweit waren, teilten wir unter anderem eine große Leidenschaft HUNDE! Damals sollte es ein großer Hund sein – ein Golden Retriever. Da wir noch unerfahren waren und nicht so viel Geld hatten, holten wir uns einen Golden Retriever ohne Papiere, was wir später noch sehr bereuen sollten.
Wir hatten mit unserem „Jeffy“ eine schöne Zeit, bis er mit ca. 6 Monaten vor unseren Füßen zusammenbrach und seinen ersten epileptischen Anfall bekam. Nachdem wir mit ihm zig mal beim Tierarzt waren, mussten wir ihn dann ein Jahr später einschläfern lassen, da sich sein Zustand nach jedem Anfall deutlich verschlechterte. Wir waren lange sehr traurig und enttäuscht und wollten erstmal keinen Hund mehr.

1999 wurde unser Sohn Jan geboren und 2 Jahre später folgten unsere Zwillinge Tom und Leo. Die drei Jungs benötigten nun all unsere Zeit, Kraft und Liebe. Unsere Kinder, alle ausgeprägte Tierliebhaber, fingen schon früh an uns ihre Tierwünsche mitzuteilen. Sie liessen damit auch nicht locker bevor wir uns auf 2 Meerschweinchen und 2 Zwergkaninchen einliessen. Bei den Meerschweinchen, beides Damen, war alles friedlich. Bei den Kaninchen dagegen gab es Probleme. Eigentlich hatten wir auch 2 Damen ausgesucht, aber eine Dame entpuppte sich wohl dann doch als ein Männchen und innerhalb kurzer Zeit hatten wir die ersten Hasenbabies im Stall liegen. Die Kinder entzückt und glücklich, wir etwas erstaunt. Nachdem der erste Schock überwunden war, überwiegte die Freude über den kleinen Nachwuchs schnell und die Begeisterung wuchs.
Insgesamt hatten wir dann weit über 30 Hasenbabies und machten so die ersten Erfahrungen in Sachen „tierischen Nachwuchs“.

Je größer unsere Jungs nun wurden, desto öfter kam der Wunsch nach einem Hund auf. Nach langem Hin und Her und Für und Wider waren wir uns dann auch alle einig – es sollte wieder ein Hund ins Haus. Dann die Fragen… welche Rasse sollte es werden, welche Eigenschaften sollte er haben und welche auf keinen Fall?
Klar war, dass es ein kleiner Hund werden sollte, da wir auch noch eine Seglerfamilie sind und ein großer Hund auf einem Boot einfach unpraktisch wäre. Dann sollte er ein freundliches Wesen, möglichst wenig Jagdambitionen haben, sodass auch die Kinder mit ihm toben, ihn tragen und problemlos mit ihm spazieren gehen können. Wichtig war auch die Frage des Felles – möglichst wenig haarend sollte es sein. Und vor allem sollte es ein gesunder Hund sein, nicht überzüchtet und ohne Erbkrankheiten. Ach so, und hübsch, freundlich, aufgeschlossen, schmusig und leicht erziehbar sollte der Hund auch noch sein…
Wir haben uns dann ein Rassehundebuch gekauft und uns auf die kleinen Rassen konzentriert. Dabei sind wir sehr schnell beim Havaneser hängengeblieben. Nachdem uns die Eigenschaften perfekt erschienen, haben wir im Internet weiter recherchiert und schnell war klar…, den oder keinen!! Da in unserer Familie der Männeranteil deutlich überwiegt, sollte es auf jeden Fall eine Hündin werden. Daraufhin haben wir unsere Ally gesucht… und gefunden!

Seitdem hat sie unser Leben bereichert und belustigt, sie ist ein liebevolles Familienmitglied das überall mit hingenommen wird, eine wilde Spielgefährtin, zärtliche Trösterin und noch – die hübscheste Begleitung unserer 3 Jungs.
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Aus Allys erstem Wurf wollten wir selbstverständlich eine Hündin behalten und nun wird Lola bereits selber zum ersten Mal Mutter…